Balkonhäuser im Wohnungsbau der 1950er-Jahre

Köln Große Telegrafenstr. 50

Dass die Architektur der Nachkriegsjahre gern leichte und schwingende Formen verwendet hat, sieht man an vielen Treppenaufgängen. Weniger bekannt ist, dass dies auch bei der Gestaltung von Balkonen eine Rolle spielte. Hinzu kam die Absicht, die Rechtwinkligkeit der Fassade durch asymmetrische Auskragungen aufzulockern oder den Bewohner/innen eine andere Sichtachse zu ermöglichen.

Bei der systematischen Recherche im Kölner Innenstadtbereich und in ausgewählten Vorstadtbezirken konnten mehr als 100 Gebäude aus unterschiedlichen Epochen identifiziert werden, die wenigsten allerdings unter Denkmalschutz (knapp 10 Prozent). Weiterlesen

Mosaiken an Balkonbrüstungen und Hauswänden

Der Hang zum Verspielten wird in den zahlreichen Mosaiken und Kratzputzbildern der 1950er-Jahre sichtbar. Meistens finden sich die Mosaiken an Balkonbrüstungen, aber auch eingelassen in Stockwerke trennende Paneele. In der Regel werden Motive mehrfach wiederholt. Das Material – glasierte oder durchgefärbte Steine – signalisiert Glätte und Frische – ähnlich wie im Großen die Kachelfassaden. Aus den Motiven spricht der Wunsch nach Harmonie und Heiterkeit. Sie zeigen Tiere, Früchte, Menschen in Bewegung, vorsichtig bis stark abstrahiert.

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Fotoausstellung Brutalismus

Eine Ausstellung mit Fotos von Betonbauten im Stil des Brutalismus der 1960er- und 1970er-Jahre ist seit 07.02.2020 im Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln zu sehen. Unter dem Titel „Concrete:Imagination“ hat der Frankfurter Fotograf Gregor Zoyzoyla Motive von Bauten aus ganz Europa zusammengetragen.Der Ort ist mehr als passend: Die Bibliothek mit dem charakteristischen Wabenmuster an der Fassade des Magazinhauses wurde 1967 eröffnet. Weiterlesen

Tagung Mensch im Schatten der Mauer

Unter dem Titel „The Wall: Der Mensch im Schatten der Mauer“ veranstalteten das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte und das Historische Institut der Universität zu Köln am 28. und 29.11.2019 eine Tagung im Kölnischen Stadtmuseum. Im Mittelpunkt standen die Geschiche des Befestigungsbaus in Mitteleuropa sowie die Erfahrungen der Menschen in den Siedlungen der Vormoderne mit den sie umgebenden Stadtmauern. Die Quintessenz von eineinhalb Tagen Vorträgen und Diskussion: Eine Mauer macht noch keine Stadt, und eine Mauer allein ist kein Entwicklungshemmnis. Weiterlesen

Technik und Gestaltung von Führungen

Unter dem Titel „Wissen. Erzählen. Sehen“ veranstaltete der RVDL am 08.11.2019 das erste Basisseminar zu den Grundlagen von Führungen. Das Format ist aus dem Arbeitskreis Nachkriegsmoderne des Rheinischen Vereins hervorgegangen und soll nach und nach weiterentwickelt werden. 15 Teilnehmende wurden mit Grundlagen der Wissensvermittlung und Konzepten zum Aufbau von Führungen vertraut gemacht. Ebenso erhielten sie Tipps, wie man sich stimmlich auf eine Führung vorbereitet und mit Lampenfieber umgeht. In einem Praxisblock hatten die Teilnehmenden selbst eine Kurzführung zu Kölner Sehenswürdigkeiten zu erarbeiten und vorzutragen. Aus der ganzen Runde gab es danach Rückmeldung – Lob, aber auch Anregungen, was man besser machen kann.

Ausstellung „Von Jakob zu Jacques“

Ausstellung zu Jacques Offenbach in der Herz Jesu-Kirche Köln

Seit 24.10.2019 können sich Musikinteressierte in der Kölner Herz Jesu-Kirche über Leben und Werk von Jacques Offenbach informieren. Das Historische Archiv der Stadt Köln hat dort mangels eigener Ausstellungsräume eine kleine, aber feine Schau aufgebaut über den familiären Hintergrund, den Werdegang, die musikalischen Erfolge und die schwierige Beziehung des begnadeten Komponisten und Operndirektors zu seiner Heimatstadt Köln.

 

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Lahnmarmor in Schloss Brühl 09.10.2019

Schloss Brühl Gartenansicht

Im Brühler Schloss der Fürsterzbischöfe von Köln ist an vielen Stellen Marmor von der Lahn verbaut worden – etwa als Fußbodenbelag, alsTreppenstufen oder als Werkstein zur Gestaltung von Kaminen. Dies war Gegenstand einer Führung organisiert von den  Schlössern Brühl sowie dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL), Regionalverband Rhein-Erft. Die Führung zur Baugeschichte gab Christiane Winkler vom Schloss Brühl. Für Fragen rund um den Marmor standen Rudolf Conrads sowie Axel Becker vom Villmarer Lahn-Marmor-Museum zur Verfügung.

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