LVR-Tagung Landschaftsgeschichte im Siebengebirge

Rheinrundfahrt zu Schloss Drachenburg und Drachenfels

Wie hat sich die Landschaft des Siebengebirges in den zurückliegenden 200 Jahren entwickelt? Gibt es einen Zustand, den man durch konservatorische Maßnahmen bewahren müsste oder wiederherstellen sollte? Dieser Frage ging die Fachtagung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) am 5. und 6. September in Königswinter nach. Dabei wurden laufende Projekte, Forschungsschwerpunkte, aber auch Ergebnisse jüngerer Untersuchungen vorgestellt. Auch Aspekte wie Spuren des Bergbaus, Wahrnehmung des Siebengebirges im Wandel der Zeiten sowie touristische Perspektiven der Kommunen im Siebengebirge kamen zur Sprache. Vorträge zum Heimatgefühl, ein Stadtrundgang, Weinprobe und Schiffstour rundeten das Programm ab. Weiterlesen

Der Rheinische Verein engagiert sich für die Denkmalpflege und den Schutz der Kulturlandschaft. Sein Gebiet besteht aus dem rheinischen Teil von Nordrhein-Westfalen sowie im Süden aus Teilen der ehemaligen preußischen Rheinprovinz in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und dem Rheingau. Der RVDL wurde 1906 gegründet.

Ich arbeite im Vorstand der Regionalgruppe Köln mit, die Vorträge und Exkursionen zu denkmalaffinen Themen organisiert und zu denkmalpolitischen Fragen Stellung nimmt.

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Balkone und Fassaden im Wohnungsbau der 1950er-Jahre

Balkonhaus in Köln Große Telegrafenstr. 50

Die Architektur insbesondere des Wohnungsbaus der Nachkriegsjahre gilt vielfach als unscheinbar, verhuscht oder  gleichförmig. Da sie aus der Not entstanden ist – innerhalb weniger Jahre mussten ganze Trümmerquartiere aufgebaut und Millionen Wohnungen geschaffen werden – wird sie von manchen als „graue Architektur“ geschmäht. Denn sie hat weder das Wuchtig-pompöse der nationalsozialistischen Ära noch das Kantig-schroffe des Brutalismus der 1960er-Jahre.

Dabei haben die Häuser des Wiederaufbaus in der Gestaltung der Fassaden eine eigenständige Formensprache entwickelt. Wesentliche Gestaltungselemente sind das Raster, die Fliesen, das Mosaik und die Balkone.

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Kachelfassaden

Die 1950er-Jahre sind eine Blütezeit der Kachelfassaden. In diesem Gestaltungsmerkmal verbanden sich der Wunsch, den Häusern ein pflegeleichtes Äußeres zu geben, mit der Sehnsucht nach Glätte und Reinheit. Manche Architekturhistoriker, etwa der Basler Hochschullehrer Markus Krajewski, sehen darin ein Echo auf die Traumata der Kriegs- und Nachkriegsjahre. Die bedrückende Erfahrung von Chaos und Hässlichkeit habe das Verlangen nach ruhigen, freundlichen Oberflächen geschürt. Solche ließen sich am besten durch Wandfliesen herstellen.

 

StadtLandFluss im Siebengebirge

Zum fünften Mal führt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die Veranstaltungsreihe StadtLandFluss durch. Dabei wird im zweijährigen Turnus jeweils eine rheinische Region vorgestellt. Vom 7. bis 29.09.2019 ist dies der Kulturlandschaftsraum des Siebengebirges. Das Programm umfasst Fachtagungen, Vorträge, Wanderungen und Spaziergänge für Erwachsene und Kinder. Programm

Bericht Tagung Landschaftsgeschichte im Siebengebirge

Auszeichnung für`s Ehrenamt

Flyer Ehrenamtstag Köln 2019Am 1. September 2019 ehrt die Stadt Köln die rund 200.000 ehrenamtlich tätigen Bürger und Bürgerinnen für ihr Engagement. Dazu wird derKölner Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2019″ verliehen. Zudem präsentiert sich das Ehrenamt in seiner ganzen Vielfalt – von Sport und Kultur über den Brandschutz und die Katastrophenhilfe bis hin zur Sozialarbeit.  Auf einer Informationsbörse stellen mehr als 100 Vereine und Einrichtungen sowie die Städtepartnerschaftsvereine von Köln ihre Arbeit vor. Sie nutzen den 20. Ehrenamtstag, auf ihr gesellschaftliches Engagement hinzuweisen. Abgerundet wird der Tag durch ein abwechslungreiches und familienfreundliches Bühnenprogramm.
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Auf Jacques Offenbachs Spuren in Köln

Sonntag, 06.10.2019 – 14 Uhr – Köln – Großer Griechenmarkt 1

Aufgrund des großen Zuspruchs wurde der Rundgang anlässlich des 200. Geburtstags von Jacques Offenbach zu wesentlichen Stationen seines Wirkens wiederholt. Geboren wurde der Komponist am 20. Juni 1819 in Köln am Großen Griechenmarkt 1. Im Jahre 1833 kam er zum Musikstudium nach Paris. Dort reifte er zu einem gefeierten Solisten und Tonsetzer, der die neue Musikgattung der Operette aus der Taufe hob. Referent Alexander Hess vom RVDL-Regionalverband Köln hatte bei der Führung durch die Kölner Innenstadt keine leichte Aufgabe. Weiterlesen

Festjahr 100 Jahre Gottfried Böhm

Am 23.01.2020 feierte der Kölner Architekt Gottfried Böhm seinen 100. Geburtstag. Er stammt aus einer Familie von Baumeistern. Bereits sein Großvater Alois Böhm betrieb in Süddeutschland ein Baugeschäft. Sein Vater Dominikus Böhm eröffnete 1926 ein Architekturbüro in Köln. Dort machte auch Gottfried Böhm nach Studium der Architektur und Bildhauerei ab 1947 seine ersten beruflichen Erfahrungen.

Als Schöpfer von rund 55 Kirchen und Gestalter des Wiederaufbaus zahlreicher Gotteshäuser hat Gottfried Böhm die sakrale Architektur der Nachkriegsmoderne maßgeblich geprägt. Sein wohl bedeutendstes Werk im Stil des so genannten Brutalismus ist die Wallfahrtskirche St. Maria Königin in Velbert-Neviges. Bericht in STÄDTE- UND GEMEINDERAT 9/2020

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Ratsschiff M/S Stadt Köln

Ratsschiff auf Helling im Mülheimer Hafen

Ein einzigartiges technisches Denkmal wird derzeit in Kölner Häfen saniert und wieder fahrtüchtig gemacht: Das Ratsschiff der Stadt Köln aus dem Jahr 1938. Ursprünglich gebaut zu Repräsentationszwecken für die Internationale Verkehrsausstellung 1940 trug es in den 1950er- und 1960er-Jahren Staatsgäste über den Rhein. Das 53 Meter lange Schiff mit zwei Deutz-Dieselmotoren gehörte aufgrund seines geringen Gewichts und des geringen Tiefgangs von 1,03 Meter zu den schnellsten Wasserfahrzeugen.  Weiterlesen