Sanierung von St. Pantaleon

Sanierungsbeginn St. Pantaleon Köln April 2020
Pantaleon-Baugerüst 062020
Westwerk Gerüst Plane
Westwerk Gerüst Rückbau
Westwerk Dez2021 Internet
Westwerk frei März 2022
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Anfang April 2020 hat die Grundsanierung der romanischen Kirche St. Pantaleon in der südlichen Kölner Innenstadt begonnen. Die Renovierung soll dreieinhalb Jahre dauern und wird rund zwölf Mio. Euro kosten. Den Hauptteil trägt dabei das Erzbistum Köln. Daneben hat der Bund einen Zuschuss von 1,5 Mio. Euro zugesagt. Rund 500.000 Euro kommen von der Gemeinde selbst, davon 100.000 Euro vom Freundeskreis St. Pantaleon e.V. für eine neue Beleuchtungsanlage auf LED-Basis.

Diese Arbeiten stehen an:

  • Kompletterneuerung des Dachs. Dort ist über die Jahre Wasser eingedrungen und hat Schäden an Wänden und Decke verursacht.
  • Sanierung der Fundamente zum Schutz gegen aufsteigende Nässe. Auch hier sind im Innern der Kirche Feuchtigkeitsschäden und Salzausblühungen entstanden.
  • Wiederherstellung des Mauerwerks außen und innen durch Restaurierung oder Ersatz schadhafter Steine, Neuvermauern und Verfugen
  • Entfernen des Putzes im Innern der Kirche und baugeschichtliche Untersuchung des Mauerwerks
  • Stabilisierung des Kreuzgratgewölbes im nördlichen Seitenschiff
  • Austausch der Bleiverglasung in den Obergaden-Maßwerkfenstern
  • Erneuerung der elektrischen Anlagen
  • Einbau einer energiesparenden und flexibel zu steuernden Beleuchtungsanlage mit LED-Technik. Ziel ist eine bessere Ausleuchtung der Kirchendecke
  • Einbau einer modernen Akustikanlage mit weniger Lautsprecherpositionen
  • Schaffung barrierefreier Zugänge zur Verbesserung des Komforts für BesucherInnen und Gläubige
  • Mehr Sicherheit durch Installation von Videokameras und Bewegungsmeldern

Die Leitung der Bauarbeiten liegt bei dem Zülpicher Architekten Max Ernst, der bereits die Sanierung der Kirche St. Servatius in Siegburg betreut hat.

Online-Vortrag (pdf) „Sanierung des Westwerks von St. Pantaleon“ – 16.05.2022

Video (8’30 min.) über die Sanierung von St. Pantaleon zum virtuellen Tag des offenen Denkmals am 13.09.2020

– Chronik –

März 2022: Zum Abschluss der Sanierung im Westwerk werden die Steine der Arkadenbögen auf Vordermann gebracht. Dazu gehört neben dem Kitten von Fehlstellen die Verankerung loser Steinflanken mit dem Hauptblock. Dazu werden als mechanische Verbindung Gewindestangen (kleines Bild) einzementiert. Damit der Mörtel besser an dem Gestein haftet, wird der Bohrstaub mit einem Plastikschlauch aus dem Bohrloch geblasen.

 

Februar 2022: Im Kirchenschiff sowie im Hochchor beginnen die Vorarbeiten für die Sanierung. Dazu werden der Hochaltar, die Chorschranken sowie ortsfeste Bestandteile wie der Hillebrand-Altar und die Reliqienschrein-Vitrinen mit einer schützenden Holzverschalung versehen. Vor und hinter dem Lettner wird ein Gerüst aufgebaut, um über die gesamte Höhe einen Zugang zu den Steinoberflächen zu erhalten. Bereits ausgebaut wurde der Windfang an der Eingangstür im südlichen Seitenschiff. Dessen Teile befinden sich nun zum Aufarbeiten in einer Holzrestaurierungswerkstatt.

 

Januar 2022: Zug um Zug wird im Westwerk der chremeweiße Endputz aufgebracht – zunächst in den oberen Kapellen und von dort bis nach unten. Eine Stunde nach Einbau wird der feuchte Putz mit dem Schwamm geglättet. Auch die Kanten zu den Pfeilern und Arkadenbögen, an denen das Mauerwerk sichtbar bleiben soll, werden sorgfältig nachgezogen. Die Farbwahl des Endputzes geht auf eine Oberfläche zurück, die im Westwerk bei Abnahme der 50er-Jahre-Wandverkleidung sichtbar wurde: Reste von Schlämme aus dem späten 19. Jhd. Somit wird die Kirche nach der Renovierung nicht mehr so kalkweiß wie bisher erscheinen.

 

 

 

 

=> Chronik der Bauarbeiten 2021

=> Chronik der Bauarbeiten 2020