Siemens-Gebäude in Köln-Ehrenfeld

Wie ein Supertanker liegt es zwischen Gründerzeit-Bebauung und Fußballfeldern: das Verwaltungsgebäude der Siemens AG an der Inneren Kanalstraße in Köln-Ehrenfeld. Fertiggestellt 1973, wird es mittlerweile von dem Weltkonzern nicht mehr benötigt. An dieser Stelle sollen Wohnungen entstehen. Doch der markante 180 Meter lange und 35 Meter breite Bau gilt vielen als Musterbeispiel der postindustriellen Architektur der 1970er-Jahre und daher als erhaltenswert. Weiterlesen

Corona-Spaziergänge des Rheinischen Vereins

Das Haus Frankenstraße 1 in Junkersdorf

Weil derzeit wegen der Corona-Beschränkungen keine Führungen und Vorträge stattfinden können, hat der Regionalverband Köln des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) so genannte Corona-Spaziergänge entwickelt. Dies sind kurze Spaziergänge jeweils zu einem bestimmten Thema in einem Stadtteil von Köln. Man kann sie allein, zu zweit oder in Corona-gerechten Kleingruppen absolvieren. Der RVDL gibt dazu kompakte Anleitungen mit einer Beschreibung des Weges und der sehenswerten Bauten heraus. Sie sind im Internet auf der Seite des Regionalverbandes Köln herunterzuladen. Bisher sind sechs Spaziergänge veröffentlicht.

Balkonhäuser im Wohnungsbau der 1950er-Jahre

Köln Große Telegrafenstr. 50

Dass die Architektur der Nachkriegsjahre gern leichte und schwingende Formen verwendet hat, sieht man an vielen Treppenaufgängen. Weniger bekannt ist, dass dies auch bei der Gestaltung von Balkonen eine Rolle spielte. Hinzu kam die Absicht, die Rechtwinkligkeit der Fassade durch asymmetrische Auskragungen aufzulockern oder den Bewohner/innen eine vorteilhaftere Sichtachse zu ermöglichen.

In der Kölner Innenstadt konnten mehr als 100 Gebäude mit dem Merkmal asymmetrischer Balkone nachgewiesen werden, die wenigsten allerdings unter Denkmalschutz (knapp 10 Prozent). Auch in den Kölner Vorstädten zeigen viele Wohngebäude der 1950er-Jahre diese Besonderheit. Weiterlesen

Mosaiken an Balkonbrüstungen und Hauswänden

Eines von drei Motiven an einem Wohnhaus am Neusser Wall

Der Hang zum Verspielten wird in den zahlreichen Mosaiken und Kratzputzbildern der 1950er-Jahre sichtbar. Meistens finden sich die Mosaiken an Balkonbrüstungen, aber auch eingelassen in Stockwerke trennende Paneele. In der Regel werden Motive mehrfach wiederholt. Das Material – glasierte oder durchgefärbte Steine – signalisiert Glätte und Frische – ähnlich wie im Großen die Kachelfassaden. Aus den Motiven spricht der Wunsch nach Harmonie und Heiterkeit. Sie zeigen Tiere, Früchte, Menschen in Bewegung, vorsichtig bis stark abstrahiert.

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Fotoausstellung Brutalismus

Eine Ausstellung mit Fotos von Betonbauten im Stil des Brutalismus der 1960er- und 1970er-Jahre ist seit 07.02.2020 im Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln zu sehen. Unter dem Titel „Concrete:Imagination“ hat der Frankfurter Fotograf Gregor Zoyzoyla Motive von Bauten aus ganz Europa zusammengetragen.Der Ort ist mehr als passend: Die Bibliothek mit dem charakteristischen Wabenmuster an der Fassade des Magazinhauses wurde 1967 eröffnet. Weiterlesen

Tagung Mensch im Schatten der Mauer

Unter dem Titel „The Wall: Der Mensch im Schatten der Mauer“ veranstalteten das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte und das Historische Institut der Universität zu Köln am 28. und 29.11.2019 eine Tagung im Kölnischen Stadtmuseum. Im Mittelpunkt standen die Geschiche des Befestigungsbaus in Mitteleuropa sowie die Erfahrungen der Menschen in den Siedlungen der Vormoderne mit den sie umgebenden Stadtmauern. Die Quintessenz von eineinhalb Tagen Vorträgen und Diskussion: Eine Mauer macht noch keine Stadt, und eine Mauer allein ist kein Entwicklungshemmnis. Weiterlesen

Technik und Gestaltung von Führungen

Unter dem Titel „Wissen. Erzählen. Sehen“ veranstaltete der RVDL am 08.11.2019 das erste Basisseminar zu den Grundlagen von Führungen. Das Format ist aus dem Arbeitskreis Nachkriegsmoderne des Rheinischen Vereins hervorgegangen und soll nach und nach weiterentwickelt werden. 15 Teilnehmende wurden mit Grundlagen der Wissensvermittlung und Konzepten zum Aufbau von Führungen vertraut gemacht. Ebenso erhielten sie Tipps, wie man sich stimmlich auf eine Führung vorbereitet und mit Lampenfieber umgeht. In einem Praxisblock hatten die Teilnehmenden selbst eine Kurzführung zu Kölner Sehenswürdigkeiten zu erarbeiten und vorzutragen. Aus der ganzen Runde gab es danach Rückmeldung – Lob, aber auch Anregungen, was man besser machen kann.

Ausstellung „Von Jakob zu Jacques“

Ausstellung zu Jacques Offenbach in der Herz Jesu-Kirche Köln

Seit 24.10.2019 können sich Musikinteressierte in der Kölner Herz Jesu-Kirche über Leben und Werk von Jacques Offenbach informieren. Das Historische Archiv der Stadt Köln hat dort mangels eigener Ausstellungsräume eine kleine, aber feine Schau aufgebaut über den familiären Hintergrund, den Werdegang, die musikalischen Erfolge und die schwierige Beziehung des begnadeten Komponisten und Operndirektors zu seiner Heimatstadt Köln.

 

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